Der Messschieber

Der Messschieber: Das Universalmessmittel


Der Messschieber ist eines der meist benutzten Messzeuge überhaupt. Der häufig verwendete Begriff Schieblehre ist falsch, das mit dem Messschieber gemessen und nicht geleert wird. In der DIN Norm 862 ist der Begriff Schieblehre denn auch nicht erwähnt, sondern es wir nur von Messschieber gesprochen.

Messschieber werden sehr häufig nicht nach den in DIN 862 benannten Begriffen benannt. In der Praxis finden Begriffe wie Taschenmesschieber, Uhrmessschieber oder Werkstattmessschieber Verwendung. Korrekt werden diese nach Bauform und Anzeigeart benannt. Zum Beispiel heißt eine Uhrmesscheiber korrekt : Messschieber Form A1 mit Strich und Rundskale.

Messen mit dem Messschieber: einfach und doch kompliziert


Millionen von Handwerken benutzen den Messschieber täglich, ohne sich größere Gedanken darüber zu machen was die Stärken und Schwächen des Messschiebers sind. Das ist auch nicht notwendig solange die geforderten Genauigkeiten im Bericht von 5/100 -1/10 mm liegen. Vor allem die Einführung der digitalen Messschieber mit einem Ziffernschrittwert (Anzeigegenauigkeit) vom 1/100 mm suggeriert man könne auch so genau messen. Dies ist jedoch nicht der Fall. DIN 862 legt als minimale Fehlergrenze 2/100mm fest und diese werden auch nur dann erreicht, wenn mit einer definierten Messkraft gemessen wird, um die Kippung des Messschenkels zu begrenzen.

Spezialmessschieber


Neben den Bauformen die in DIN 862 definiert sind, gibt es in Praxis eine Reihen von nur genormten Spezialmessschiebern. Die reicht von Messchiebern für die Nutenmesssung, über Anbaumessschieber bis zu 3-Punkt Messschiebern.

Obwohl unnormiert, findet sich in Webshops dann häufig der Hinweis „Messgenauigkeit nach DIN 862“. Dies ist jedoch irreführend. DIN kennt den Begriff Messgenauigkeit überhaupt nicht, sondern nur den präziser gefassten Begriff Fehlergrenzen. Zudem werden für die in DIN 862 normierten Messschieber auch die Bedingungen unter denen die Fehlergrenzen erreicht werden müssen festgelegt. Korrekt wäre demnach die Fehlergrenzen für jeden Spezialmessschieber gesondert anzugeben und DIN 862 nicht zu referenzieren, da es sich im eine Werksnorm handelt..