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Kräfte am Messschieber und daraus resultierender Kippfehler

Mit der Kippung des Messschiebers wird diejenige Fehlergrenze beschrieben die auftritt, wenn die zu messende Strecke nicht auf einer exakt parallel versetzten Ebene zur festen Messschieberachse sitzt. Dies geschieht, da der verschiebbare Messschenkel mit einem gewissen Spiel über den starren Messschieberteil gleiten muss.

Der Kippfehler am Messschieber wird auch als “Abbesches Komparatorprinzip“ bezeichnet. Dieses wiederum geht zurück auf Ernst Abbe, der als erster beschrieben hat, wie sich der Kippfehler der Messschenkel auf das Messergebnis auswirkt. Um die Messabweichung durch den Kippfehler möglichst gering zu halten, ist es von Nöten, so nah als möglich an der festen Messschieberachse zu messen.

Beim Kippfehler nach Abbe handelt es sich um einen sogenannten Messfehler erster Ordnung. Dieser ist prinzipiell nicht zu vermeiden, da wie oben beschrieben ein gewisses Spiel vorhanden sein muss, da sich der bewegliche Messschenkel sonst nicht bewegen würde. Auf der Seite der Kreuzschnäbel für die Innenmessung befinden sich meist zwei Einstellschrauben, mit denen ein Messinggleitblech, welches im beweglichen Messschenkel eingelassen ist, eingestellt werden kann. Weiteren Einfluss auf den Kippfehler hat die Kraft, die der Prüfer beim Messen auf den beweglichen Teil aufbringt.

Am Messschieber wirken verschiedene Kräfte die direkte Auswirkung auf den Kippfehler haben. Das Zusammenspiel der Betätigungskraft und dem Reibungswiederstand des Schiebers beeinflusst das Abkippen bedingt durch das Spiel.


Kräfte am Messschieber


Kräfte die Messsschieber wärend des Messens wirken

Um den Schieber in Bewegung zu versetzen bedarf es der Betätigungskraft FB, welche den Reibungswiederstand FR überwindet. Die eigentliche Messkraft welche auf die Messschenkel wirkt, wird mit FM bezeichnet. Daraus resultiert, dass die Messkraft immer um die Reibung kleiner ist als die Betätigungskraft.



Messfehler am Messschieber


Messfehler duch wegkippen des beweglichen Messschenkels

Die Kraft die auf die Messschenkel wirkt, führt zu einem Abkippen des Messschenkels um den Winkel φ. Die Kippung ist umso größer, je weiter der Prüfling von der Schiene des Messschiebers entfernt ist.

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